*Vorurteilsfrei - geht das überhaupt?* - Eine Fortbildung nach dem Anti-Bias-Ansatz

Art der Veranstaltung

  • Seminar/Workshop

Stadtteil

  • Innenstadt

Termine

20.03.2020 14:00, Villa Lewin, August-Bebel-Str. 48a, 06108 Halle (Saale)

Beschreibung

Anti-Bias ist ein Bildungsansatz der für Diskriminierungen
sensibilisieren möchte. Dieser Ansatz unterstützt, die
dahinter stehenden Mechanismen auf persönlicher aber auch auf
gesellschaftlicher Ebene zu verstehen. Diskriminierung wird
dabei nicht allein auf Grundlage von Vorurteilen Einzelner
betrachtet, sondern basiert auf vorherrschenden
gesellschaftlichen Bildern, Bewertungen und insbesondere
auf der ungleichen Verteilung von Privilegien und Ressourcen.
Dieser Zusammenhang reicht in vielen Fällen tief hinein
die institutionellen, rechtlichen und individuellen
Ebenen des Alltags.Im angebotenen Seminar arbeiten
wir an der Entwicklung, eines vorurteilsbewussten
Blicks auf alltägliche Prozesse. Gemeinsam versuchen
wir, die Mechanismen hinter Diskriminierung sichtbar
zu machen, die eigenen Positionen zu reflektieren, die
Selbstverständlichkeit eigener Privilegien zu hinterfragen
und darauf aufbauend Handlungsmöglichkeiten für das eigene
(Arbeits-) Umfeld zu entwickeln. Auf dieser Grundlage ist
es möglich, zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der
eigenen Machtposition zu gelangen und im Alltag
handlungsfähig zu bleiben und zu werden.

Zu den Trainer*innen:
Franziska Blath ist Anti-Bias Trainerin und Sozialarbeiterin.
Ihre gesellschaftlichen
Positionierungen sind: weiß/ Cis-Frau/ Feministin.  
Marcus Stückroth ist Anti-Bias Trainer und
Fachkraft für Rechtsextremismus.
Seine gesellschaftlichen Positionierungen sind: weiß/ Cis-Mann.
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Hinweis:  
Bei unserem Workshop geht es neben der Auseinandersetzung
mit eigenen Privilegien und Vorurteilen vor allem auch um
individuelle Erfahrungen mit Diskriminierungen.
Wir möchten vor allem mehrheitlich privilegierte Menschen
für das Thema sensibilisieren und über Grundlagen des Themas
Diskriminierung sprechen.
Wir möchten, dass sich alle Teilnehmer*innen wohl fühlen
und ihre Erfahrungen teilen können. Im Rahmen des Workshops
können wir aber leider, auch auf Grund unserer eignen
gesellschaftlichen Positionierungen, nur einen bedingt
geschützten Raum schaffen oder Empowerment leisten.
Bei Fragen zur Teilnahme wenden Sie sich gern an uns.

Zeiten: 20.-21. 03.20, Fr. 14:00-20:00 Uhr, Sa. 10:00-16:00 Uhr