Heute empfehlen wir ausdrücklich eine Beitragssammlung der Analyse&Kritik zum Thema #migrantifa

"Der rassistische Terroranschlag von Hanau ist ein Einschnitt. Das hat nicht nur mit der hohen Zahl der Opfer zu tun. Die Zäsur, die Hanau darstellen kann, ist auch eine politische Situation antirassistischer, antifaschistischer, grenzübergreifender und feministischer Solidarität, die wir heute noch organisieren müssen als Antwort. Was folgt für migrantischen antifaschistischen Widerstand? Was heißt »Migrantifa jetzt!« nach Hanau?" 

https://wirkommen.akweb.de/thema/migrantifa/

Sowie ein youtube-Tutorial zu: Wie verhalte ich mich, wenn ich Zeug*in einer rassistischen Polizeikontrolle werde?

https://www.youtube.com/watch?v=hOw5OHDAut0&fbclid=IwAR3SJcqnRu_Lpxz7aYPPi5_qQzwDvnFPCetkLmdH4bmBmolzcs3u55I8TNI

Und nicht zuletzt die Lektüre von Tupoka Ogette´s Buch "exit Racism" - rassismuskritisch denken lernen (Unrast Verlag 2017), eine sehr informative und aufschlussreiche dreiteilige Dokumentation "Geschichte des Rassismus"

Teil 1: Das Geschäft mit der Sklaverei https://www.youtube.com/watch?v=f98pyH3-ONQ

Teil 2: Die fatalenFolgen https://www.youtube.com/watch?v=2YbadPVC-EU

Teil 3: Das Vermächtnis der Kolonialherren https://www.youtube.com/watch?v=fBAyU4aKOpI

 

>Ein Podcast von Massimo Perinelli und Vincent Bababoutilabo zum Thema Rassismus und Corona. Sie sprechen unter anderem über Repression, Lagerpolitik, von der Situation an den europäischen Grenzen und das Verhalten der Linken während der Pandemie.

https://www.rosalux.de/news/id/41777/rassismus-und-corona-zur-verteidigung-der-offenen-gesellschaft?cHash=464207fc7ca073317588bf9bdcf03e6d

 

> Die Gruppe Seebrücke Halle empfiehlt euch heute ein dokumentarisches Theaterstück von Wort und Herzschlag, verfasst und inszeniert von Michael Ruf (Autor u.a. der NSU-Monologe): Die Mittelmeer-Monologe berichten von Menschen, die den riskanten Weg über das Mittelmeer auf sich nehmen – in der Hoffnung, in Europa Sicherheit zu finden. Die Monologe erzählen auch von (sogenannten) libyschen Küstenwachen, von italienischen Seenotrettungsstellen und deutschen Behörden - aber auch von Aktivist*innen, die dem Sterben im Mittelmeer etwas entgegensetzen.

Heute um 18 Uhr ist ein ca. 45-minütiger Auszug aus dem Stück in einer Audiovorstellung zu hören: [https://www.radio.de/s/osradio/]. Vom 26. März bis zum 1. April wird die Vorstellung auf den Websites von OS Radio, Museumsquartier Osnabrück, Seebrücke Osnabrück und Theater Osnabrück abrufbar sein (www.seebruecke-osnabrueck.de, www.theater-osnabrueck.de, www.museumsquartier-osnabrueck.de). Unter https://www.facebook.com/wortundherzschlag/ findet ihr schon jetzt ein Video mit einem Ausschnitt der Mittelmeer-Monologe.

In Saalkreis bekommen Geflüchtete seit 2017 statt Geld Gutscheine. Diese beschränken sie extrem in ihren Handlungsmöglichkeiten und erschweren ihren ohnehin harten Alltag erheblich, spricht ihnen ihr Recht auf Selbstbestimmung ab und soll gezielt Druckmittel der Behörden sein, eine freiwillige Ausreise zu bewirken. Die Tauschgruppe des Cafe Internationales setzt diesen entwürdigenden und rassistischen Sanktionen eine einfache Idee entgegen; solidarische Menschen können ihr Bargeld gegen einen Gutschein eintauschen und damit auch ganz unkompliziert in den Supermarktketten in Halle einkaufen gehen. Dieser Tausch ermöglicht, dass Tickets, Handygebühren oder Anwaltskosten bezahlt werden können und entlastet kurzzeitig von der täglichen Stigmatisierung.

Hier der Aufruf: "Wir, von der Gutschein-Tauschgruppe Halle-Merseburg und dem Café Internationale, möchten zusätzlich zu unserem nächsten Gutscheintausch am 3.4. ein Angebot für Menschen errichten, die zu dieser Zeit in Quarantäne sind und gleichzeitig Geflüchteten im Saalekreis eine kleine Summe Bargeld ermöglichen. Das bedeutet, alle Menschen, die vom 4.4.-26.4. einen Einkauf benötigen, können sich den Einkauf von uns mit Gutscheinen kaufen lassen. Dafür müsstet ihr uns bis zum 2.4. mitteilen, wieviel Geld ihr ungefähr für euren Einkauf ausgeben möchtet. Wir tauschen dann den Betrag am 3.4. und kaufen in den folgenden Wochen für euch ein. Solltet ihr nicht in Quarantäne sein und wie bisher normal Geld für den Gutscheintausch abgeben wollen, sagt uns Bescheid- wir vereinbaren mit euch eine Übergabe (da die Tauschorte Vegs und Weltladen geschlossen haben). Die Gutscheine sind gültig bis 30.4.
Außerdem freuen wir uns natürlich auch weiterhin über Spenden jeglicher Art für dringende Bedarfe im Saalekreis und in Salzlandkreis/Bernburg, insbesondere für Frauen/Kinder in den Lagern.
Bitte kontaktiert uns per Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) wenn ihr Geld abgeben möchtet oder Fragen habt. Wir melden uns dann zurück.
Solidarische Grüße!
Das Café und die Tauschgruppe"

#SolidaritätStattSanktionen

>Heute hätte es eigentlich einen Vortrag von Tija Uhlig zum Thema Trans*inklusion in deutschen Hochschulen gegeben, stattdessen möchten wir euch heute ans Herz legen, die von ihr empholene Literatur zu lesen; Der erste Text von Dean Spade "tips for higher education regarding trans*" ist in leicht verständlichem Englisch geschrieben und beinhaltet vor allem praktische Dinge die Dozent*innen, Tutor*innen und Studis unabhängig von der Rechtslage jederzeit umsetzen können - und sollten. Dean Spade ist Trans*aktivist, Jura-Prof und aktiv in der Prison Abolishment Bewegung.

https://diversityandinclusion.lehigh.edu/sites/diversityandinclusion.lehigh.edu/files/center-pride/Dean_Spades_tips_for_higher_ed_regarding_trans.pdf

Als kurzen politischen Forderungskatalog könnt ihr außerdem die "Kriterien für eine TIN-klusive Hochschule" lesen, ausgearbeitet von René_ Hornstein und der AG Trans*HoPo.

http://ag-trans-hopo.org/Materialsammlung/Material_Lehre_und_Forschung/20191009%20Kriterien%20f%C3%BCr%20tinklusive%20Hochschulen%20V07.pdf

>Zudem war eine Lesung des Briefwechsels von Sophie Scholl und Fritz Hartnagel geplant, stattdessen hier ein Link zu dem Beitrag "Eine junge Frau
aus Fleisch und Blut" von Simone Hamm. "Die Briefe von Sophie Scholl und Fritz Hartnagel sind so einzigartig, weil sie einen tiefen Einblick geben in das Denken und Fühlen zweier junger Menschen in den Jahren des Krieges. Zweier Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten: eine junge Frau, die sich für den aktiven Widerstand gegen den Nationalsozialismus entscheiden wird und ein junger Mann, der dem NS-Regime bis zum bitteren Ende als Offizier dienen wird."

https://www.deutschlandfunk.de/eine-junge-frau-aus-fleisch-und-blut.1202.de.html?dram:article_id=187736

Heute hätte die Initiative 12. August - In Gedenken an Raúl Garcia Paret & Delfin Guerra im Rahmen einer szenischen Lesung an die Ermordung von Defin Guerra und Raúl Garcia Paret erinnert, welche am am 12. August in Merseburg ums Leben kamen. Die Initiative befasst sich mit dem Rassismus in der DDR und dessen Kontinuität - denn trotz des antifaschistischen Narrativs sind zahlreiche rassistische Angriffe und mindestens vier rassistisch motivierte Todesfälle dokumentiert, die bis heute weder gesellschaftlich noch juristisch aufgearbeitet wurden.
Im Rahmen der #BildungswochenZuhause empfehlen wir deshalb heute einen Beitrag des MDR, welcher sich mit der Thematik befasst. #stayathome

https://www.mdr.de/nachrichten/politik/gesellschaft/rassismus-mord-ddr-nicht-aufgearbeitet-100.html?fbclid=IwAR0BL9DMLlqDCgJoYP26GRGBKDHEf2O3LPcDHvvAFkULEPo-OeCJHP9D29Y

Mehr Infos gibt es auch auf der Website der Initative https://initiative12august.de/

Außerdem empfehlen wir einen Beitrag von Kathrin Lemcke und Miteinander E.v. gegen das Vergessen rechter und rassistischer Gewalt im Sachsen-Anhalt der 1990er Jahre.
Die rechte Gewalt zu Beginn der 1990er Jahre wird zumeist auf die Ereignisse in Rostock-Lichtenhagen und Hoyerswerda reduziert. Doch rassistisch motivierte Angriffe auf Flüchtlinge sowie Gewalt gegen alternative Jugendliche gehörten bundesweit zum Alltag. Die Täter_innen konnten sich infolge der rassistisch geführten Asyldebatte und der nationalistischen Welle nach der Wiedervereinigung insbesondere in den neuen Bundesländern als Teil einer zustimmenden Mehrheit fühlen. Von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen, gab es auch in Sachsen-Anhalt zahlreiche Angriffe. Dieser Film schildert die Erfahrungen von vier Menschen, die Anfang der 1990er Jahre in Sachsen-Anhalt von rassistischer und nationalistischer Gewalt betroffen waren.

https://vimeo.com/93999142

 

Heute empfehlen wir im Rahmen der #BildungswochenZuhause die filmischen Ergebnisse eines Modellprokets unserer Mitgliedsorganisation Friedenskreis Halle e.V.:
"Rassismus und strukturelle Diskriminierung sind aktuelle gesellschaftliche Themen. Die Dringlichkeit zeigte sich zuletzt in unser unmittelbaren Nachbarschaft: Der Anschlag eines Mannes, der aus rechtsextremistischer Motivation heraus die Synagoge angriff und schließlich zwei Menschen tötete löste bei uns Fassungslosigkeit aus. Gleichzeitig zeigte es uns einmal mehr, wie wichtig unsere Arbeit im Kampf gegen Diskriminierung und für Gewaltfreiheit und zivilcouragiertes Handeln ist."
Viel Freude beim Ansehen und lasst euch inspirieren!

https://www.film-ab-mut-an.de/filme/

Außerdem möchten wir heute an "vergessene Frauen" erinnern - dazu empfehlen wir einen Beitrag des MDR zum Thema "Frauen am Bauhaus".
Das Bauhaus steht bis heute sinnbildlich für die Avantgarde und die Moderne. Doch trotz des visionären Ansatzes zur radikalen Veränderung - nicht nur in der Welt der Architektur und des Designs - sondern auch bezüglich der Gesellschaft sowie dem damit einhergehenden Versprechen eine echte Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern zu schaffen, ist die Geschichte des Bauhauses eine männlich geprägte und dominierte. Der Film beleuchtet die Lebensrealität der Künstlerinnen am Bauhaus, die bis heute im Schatten ihrer Kollegen stehen, sowie ihre Geschichte(n), ihre Kämpfe um ein anderes, befreites Leben und Arbeiten jenseits der alten Rollenbilder, mit welchen sie jedoch immer wieder konfrontiert waren.