Ausstellung und Vortragsreihe "Verbrannte Orte"

Art der Veranstaltung

  • Vortrag
  • Diskussion/Gesprächsrunde
  • Ausstellung
  • Sonstiges

Stadtteil

  • Innenstadt

Termine

17.09.2020 19:00, BLECH – Raum für Kunst Halle e.V., Am Steintor 19, 06112 Halle (Saale)

Beschreibung

An kaum einem Ort gibt es heute eine sichtbare Erinnerung
an die über 100 Bücherverbrennungen der
NS-Zeit. Aus diesem Grund hat sich das Projekt „Verbrannte
Orte“ zum Ziel gesetzt, diese Orte zu dokumentieren
und mit geschichtlichen Erläuterungen
darzustellen. Wie sehen die Orte 80 Jahre nach den
Bücherverbrennungen aus? Was passiert dort heute
und betrachten wir diese Orte anders, wenn wir wissen
was dort passiert ist?

Mehr Infos zu dem Projekt: www.verbrannte-orte.de

Am 21.09. wird die Ausstellung feierlich eröffnet.
Eintritt frei.


Öffnungszeiten der Ausstellung:
Donnerstag und Freitag 16.00-19.00 Uhr
Samstag und Sonntag 14.00-18.00 Uhr

Vorträge:

Donnerstag, 24. September, 19 Uhr
Werner Treß:
Bücherverbrennungen 1933.
Mit Feuer gegen die Freiheit des Geistes

1933 brannten in Deutschland die Scheiterhaufen
– so auch am 12. Mai 1933 auf dem Universitätsplatz
in Halle. Studenten in SA-Uniformen warfen unter
Schmährufen die Werke von Stefan Zweig, Anna Seghers,
Erich Kästner und hunderten weiteren Autor*innen
in die Flammen. Der Historiker Werner Treß beleuchtet
die Hintergründe der deutschlandweiten
Bücherverbrennungen und geht auf die lokalen
Ereignisse in Halle ein. Zum Vortrag werden
originale Filmaufnahmen der Bücherverbrennung
in Halle gezeigt.



Montag, 28. September, 19 Uhr
Christian Wilke:
Verbrannte Bücher.
Die Sammlung Georg P. Salzmanns in der
Universitätsbibliothek Augsburg

Jahrzehntelang sammelte Georg P. Salzmann Erstausgaben
der durch die Nationalsozialisten verbrannten Bücher
und erstellte damit die größte Privatbibliothek
verfemter Literatur. Seit 2009 befindet sich die
„Bibliothek der verbrannten Bücher“ in der
Universitätsbibliothek Augsburg. Christian Wilke
zeigt Exemplare aus der Sammlung und stellt deren
Geschichte vor.


Dienstag, 06. Oktober, 17 Uhr
Barbara Trettner:
Pädagogische Angebote der Anne-Frank-
Shoah-Bibliothek in Leipzig

In der Deutschen Nationalbibliothek
am Standort Leipzig existiert eine Spezialbibliothek,
die Forschungsliteratur zu den Themengebieten Shoah,
Antisemitismus und Rassismus bereitstellt.
Die Spezialbibliothek wendet sich vorrangig an
Jugendliche, Eltern sowie Pädagog*innen und an andere
Multiplikator*innen. Barbara Trettner stellt
die Bibliothek und ihre Nutzungsmöglichkeiten vor.
Diese Veranstaltung richtet sich insbesondere
an Pädagog*innen.