Medienkritik in der Medienkrise

Art der Veranstaltung

  • Seminar/Workshop

Stadtteil

  • Innenstadt

Termine

21.03.2017 18:00, Steintor-Campus, Studentisch-selbstverwalteter Raum neben der Cafébar, Zugang über Adam-Kuckhoff-Str. 34a, 06108 Halle (Saale)

Beschreibung

Die Krise des Journalismus ist die Krise der Demokratie. Das ist eine gewagte These, zumal in jüngster Zeit immer öfter der Vorwurf an Medien gerichtet wird, sie würden als „Lügenpresse" zu sehr dem „System" und nicht mehr „dem Volk" verpflichtet sein. Irgendetwas ist kaputt gegangen zwischen Medien und Zuschauer*innen, Zuhörer*innen und Leser*innen. Der Vertrauensverlust ist für den Journalismus umso verheerender, als er die durch die Digitalisierung ausgelöste ökonomische Krise noch verstärkt. Viele Medien reagieren darauf mit Lohndumping und Billigjournalismus. Die Folge ist ein weiterer Sinkflug des journalistischen Niveaus. Doch in einer Gesellschaft, in der Aufklärung noch ein ideal ist, wird es ohne unabhängige Medien und ohne professionellen Journalismus nicht gehen. Genauso, wie es nicht ohne fundierte und konstruktive Medienkritik gehen wird. Welche Maßstäbe können dafür gelten? Welche Ansprüche haben Bürger*innen an Medien, an Journalist*innen, und wie kann eine sachliche Medienkritik aussehen? Der Workshop wird anhand der Diskussion einiger Beispieltexte und Sendungen versuchen, Maßstäbe herauszuarbeiten, wie und wo Medienkritik jenseits des pauschalen Lügenpressevorwurfs ansetzen kann. Im Mittelpunkt wird dabei die Diskussion unter den Workshopteilnehmer*innen stehen. Der Workshop wird geleitet von Felix Knothe. Er ist freier Journalist in Halle und stellt sich gern dieser Debatte. Er ist studierter Anglist, Philosoph und Medien- und Kommunikationswissenschaftler.