Eine ganz normale Marke, in ganz normalen Geschäften für ganz normale Käufer? Die AG AKTION LADENSCHLUSS leistet Aufklärungsarbeit in Bezug auf rechtsextreme Symbole und Codierungen. Dabei steht die Information über die Kleidungsmarke Thor Steinar im Vordergrund. Eine Marke, die bevorzugt von Neonazis getragen wird, da deren Aufdrucke Assoziationen zum Nationalsozialismus, gewaltverherrlichendem und völkischem Denken zulassen.

Seit 2009 existiert das Kleidungsgeschäft "Oseberg" in Halle und vertreibt ebenjene Marke. Damit ist nicht nur ein Treffpunkt für die neonazistische Szene geschaffen, sondern auch eine weitere Plattform zur Verbreitung rechten Gedankenguts und zur Einflussnahme der rechten Szene auf unpolitische Bürger_innen, insbesondere Jugendliche. Dies kann durch Codierung nahezu ungehindert erfolgen, sodass menschenfeindliche Ideologien als "ganz normale Kleidung" ganz normale Käufer_innen erreichen.Die AG AKTION LADENSCHLUSS möchte durch intensive Aufklärung zu neonazistischen Codes und Symboliken einer Normalisierung rechtsextremer Überzeugungen in unserer Gesellschaft entgegenwirken. Wir möchten unsere Mitmenschen auf die Gefahr aufmerksam machen, welche eine ungehinderte Ausbreitung rechten, menschenfeindlichen Gedankenguts für ein friedliches Zusammenleben darstellt. Auf diese Weise soll die Notwendigkeit eines Vorgehens gegen Thor- Steinar-vertreibende Läden erkannt werden. Wir rufen zu friedlichen Protest auf damit auf öffentlichen Druck hin langfristig die Schließung solcher Läden erzielt wird. Die AG AKTION LADENSCHLUSS ist als Reaktion auf die Eröffnung des Oseberg-Ladens entstanden und konzentriert sich deshalb in ihrer Arbeit auf den Raum Halle.

Wir befürworten deutlich überregionales Engagement, denn rechtsextremismus gibt es nicht nur in Halle. Wir agieren gewaltfrei, kreativ und öffentlichkeitswirksam. Daher werden Rassismus und Antisemitismus von uns nicht akzeptiert.