Die diesjährigen Bildungswochen gegen Rassismus stehen unter dem Thema
Solidarität. Für Gewerkschafter*innen ist Solidarität nicht nur ein
Schlagwort, sondern gelebte Praxis. Solidarität lebt von der Kraft der
Einzelnen, sich auch für die oder den anderen bzw. sich gemeinsam für
etwas einzusetzen.


Die Bildungswochen sind fester Bestandteil der zivilgesellschaftlichen
Strukturen dieser Stadt. Sie sind ein Ausdruck davon, dass nicht jeder
sein eigenes Süppchen kocht, sondern dass man über den Tellerrand hinaus
blickt. Wer die Bildungsangebote besucht, lässt sich ein auf ein
vielfältiges und respektvolles Miteinander.

Leider müssen wir feststellen, dass Rassismus und rechte Ressentiments
mittlerweile zu einem regelmäßigen Begleiter unserer Arbeit und unseres
Lebens geworden sind. Sie begegnen uns durch ihre Wegbereiter von der
AfD, in den Medien, aber auch im Privat- und Berufsleben. Dass wir oft
solche Haltungen erleben, heißt nicht, dass wir sie zur Normalität
erklären. Solidarisch miteinander sein - das bedeutet auch, sich für
gemeinsame Werte stark zu machen.

Rechte Gruppierungen aus dem Umfeld der AfD haben angedroht, die
Betriebsratswahlen im Frühjahr in den Fokus zu nehmen und dort mit
pseudogewerkschaftlichen Gruppierungen anzutreten.
Mitbestimmung durch Betriebs- und Personalräte ist ein gelebter
Bestandteil unserer Demokratie und darf nicht für rechte Hetze
missbraucht werden.
Hier ist solidarisches Handeln nötig. Nur durch gegenseitigen Rückhalt
werden wir solchen Einflüssen effektiv entgegenwirken können. Daher
freue ich mich auf vielfältige, bunte und aufschlussreiche
Bildungswochen 2018 und wünsche Euch allen viel Erfolg bei der Arbeit
für unsere gemeinsame Aufgabe.

Solidarische Grüße,
Almut Kapper-Leibe
Geschäftsführerin der IG Metall Halle-Dessau